Vita
Dieter Baacke (1934 - 1999)
Professor für Pädagogik an der Universität Bielefeld.
Von 1984 bis 1999 Vorsitzender der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK).
Sein pädagogisch begründeter Begriff der Medienkompetenz inspirierte dauerhaft Wissenschaft, Praxis und Politik.
Nach dem Abitur (Hannover) Studium u. a. der Germanistik, Latinistik, Theologie, Philosophie, Pädagogik (Marburg, Wien, Göttingen), ab 1972 Professor an der Universität Bielefeld, Ehrenämter. Radio- und Popmusikfan; Beschäftigung mit kulturell "unwürdigen" Medien-Genres (Horror, Thriller); zahlreiche Aufenthalte in Italien.
Seine Kinder- und Jugendforschung war in Anlehnung an die Frankfurter Schule einem sozial-ökologischen Ansatz verpflichtet. In die medien-politische Diskussion führte er den Begriff der 'Medienkompetenz' ein, der mittlerweile in zahlreichen Regierungsprogrammen, Koalitionsvereinbarungen und Kinder- und Jugendpolitik zu finden ist.
Seit ihrer Gründung 1984 war Dieter Baacke Vorsitzender der 'Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur' (GMK). Außerdem war er langjähriges Vorstandsmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft Deutschland, Vizepräsident des Deutschen Kinderhilfswerks und Mitglied zahlreicher Kuratorien (u.a. Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland). Er engagierte sich im Bereich Kunst/Kultur und übernahm beratende Funktionen für Stiftungen, offizielle Stellen und Regierungen.
Seine Vortragstätigkeit im In- und Ausland, insbesondere zu Fragen der neuen Jugendkulturen, zu neuen Kulturkonzeptionen sowie zum Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in modernen Gesellschaften trugen zu seinem internationalen Ruf bei.
In zahlreichen Veröffentlichungen zur Jugend- und Medienforschung, Medienpädagogik und weiteren Themenfeldern hat er sein pädagogisches und theoretisches Konzept entfaltet.
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