Icon: Startseite  Sie sind hier: Praxis / Mit Medien bilden / i_selbstdarstellung_sozial_benachteiligter

Im Interview

HS Merseburg (FH), Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur
Franziska Schramm

Herausragendes und Spezielles

Welches sind die Besonderheiten Ihres Projektes?

Im Vordergrund standen die Auseinandersetzung jugendlicher Strafgefangener mit ihrer aktuellen Lebenslage sowie die (möglichst authentische) Darstellung ihres Alltags und ihrer Anliegen. Untersucht wurde dabei, inwiefern sich ihre eigene Darstellung von öffentlicher Berichterstattung unterscheidet, unter welchen Umständen gerade Personen, die im nicht-sanktionsfreien Raum leben, ihre Bedürfnisse vor der Kamera tatsächlich artikulieren und einem breiten Publikum zugänglich machen können.
Video diente hier weniger als (pädagogisches) Mittel zur Biografie- und Straftataufarbeitung, sondern als Kommunikationsmedium einer Gruppe von Jugendlichen, die kaum aktiv an Medienprozessen teilnimmt, auch in der medienpädagogischen Praxis deutlich unterrepräsentiert ist und ihre Perspektive (wie viele andere auch) nur schwer in den öffentlichen Diskurs einbringen kann.

Ziele und Methoden

Welche medienpädagogischen Ziele wurden mit welchen Methoden verfolgt?

Das Hauptanliegen bestand darin, dass inhaftierte Jugendliche ihre Sicht auf ihre Lebenswelt medial artikulieren und sich gewisser- maßen als „Experten“ an der öffentlichen Auseinandersetzung über diese Thematik beteiligen. Durch die intensive Gestaltung sämtlicher Projektphasen (Konzepterstellung, Dreh, Schnitt, Präsentation) haben die Teilnehmer allerlei über filmische Produktionsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten erfahren.
Die Projektdauer von vier Monaten ermöglichte darüber hinaus eine sehr intensive, kreative Zusammenarbeit von insgesamt neun Personen in einem Team, die natürlich nur gut funktionieren kann, wenn kontinuierlich miteinander kommuniziert wird, wenn Kompromisse eingegangen werden usw. Präsentiert wurde der Film bei zwei Veranstaltungen innerhalb der Haftanstalt vor Angehörigen, Vollzugsbeamten, Pressevertretern, Hochschulmitarbeitern und Pädagogen.
Im Anschluss daran erfolgte die Ausstrahlung im Offenen Kanal, bei Festivals und Jugendkulturveranstaltungen.

Medienkompetenz und Medienbildung durch Praxisprojekte

Welche Vorkenntnisse hatten die Teilnehmer/innen?

Keine im aktiven filmischen Bereich

Welche Bereiche der Medienkompetenz fördert das Projekt?

Die Jugendlichen haben vorher kaum aktiv an Medienprozessen teilgenommen. Durch die Partizipation an diesem Projekt haben sie etwas über filmische Produktionsprozesse und Gestaltungsmöglichkeiten erfahren und gelernt, eigene filmische Beiträge zu produzieren.

Welche Kenntnisse haben die Teilnehmenden erworben?

  • Konzepterstellung
  • Umgang mit digitaler Aufnahme und Schnitttechnik
  • Gestalterische Fähigkeiten beim Filmen und Schneiden
  • Präsentation

Welche sozialen oder kommunikativen Kompetenzen wurden durch das Projekt gefördert?

  • Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Anregung zur Selbstreflexion
  • Teamfähigkeit

Probleme und Grenzen

Gab es strukturelle oder pädagogische Grenzen und Stolpersteine bei der Vorbereitung oder Durchführung des Projekts? Wie wurden diese Probleme bewältigt?

Medienprojekte in einer Haftanstalt erfordern zuerst einmal einen langen Atem. Bis man die Genehmigung in den Händen hält können schon mal Monate ins Land gehen.
Neben allen organisatorischen Hürden vor und während der Durchführung liegt das grundlegende Problem darin, dass emanzipatorische Ansätze auch unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen können.
Gerade junge Menschen befürchten innerhalb dieser Strukturen, dass nur eine weichgezeichnete Variante ihres Artikulationsversuchs veröffentlicht werden kann. Insofern besteht der Drahtseilakt für jeden Anleiter darin, die Jugendlichen dabei zu ermutigen, sich offen zu artikulieren, aber auch die Konstellationen zu bedenken, die nach Beendigung des Projektes noch immer vorhanden sind.

Technik

Welche technischen Voraussetzungen müssen für Projekte wie Ihres gegeben sein?

Videoequipment, mobiler Schnittplatz

Tipps für die Praxis

Welche Ratschläge oder Empfehlungen können Sie Interessent/inn/en geben, die ähnliche medienpädagogische Projekte durchführen möchten?

Soll der Film eine Art Sprachrohrfunktion erfüllen, ist natürlich ein demokratisches Grundverständnis unabdingbar, aber auch ein Basiswissen in Bezug auf die jeweilige Thematik. Die Überbelegung von Zellen, der Mangel an Personal und die daraus resultierenden Zustände werden öffentlich gern beanstandet.
Resozialisierende Maßnahmen im „Luxusknast“ allerdings nicht weniger. Soll also die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden, müssen bestimmte Zusammenhänge transparent gemacht werden. Wichtig bei allen Projekten im Strafvollzug ist es, sich an Absprachen mit der jeweiligen Institution zu halten, diesbezüglich keinen Alleingang zu starten, denn das gefährdet jedes Vorhaben.
Weitere Grundvoraussetzung für einen optimalen Ablauf bildet die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen auf einer Augenhöhe. Das impliziert auch das Gebot, Distanz zur Thematisierung sehr persönlicher Inhalte zu wahren, so dies signalisiert wird.
Selbst wenn man als Außenstehender um die Präsenz gruppeninterner Konflikte, individueller Unterdrückungserfahrungen und anderer Nöte im Alltag des einen oder anderen weiß, kann die Offenbarung der jeweiligen Gefühlslage auch Gefahren mit sich bringen.
Ein Interview über das Fehlen von Familie und Freunden sowie andere erlebte Entbehrungen mag für das Publikum spannend und interessant sein, muss sich für den betreffenden Jugendlichen jedoch nicht immer als günstig erweisen, vor allem wenn andere Mithäftlinge den Film zu Gesicht bekommen.
Als Anleiter sollte man sich von der Idee verabschieden, innerhalb weniger Wochen Strukturen aufzubrechen und Lebensentwürfe zu ändern. Positive Impulse können natürlich immer gegeben werden, aber nur wenn das Klima, der Film und das Feedback des Publikums stimmen.

Motivation

Was hat den beteiligten Kindern, Jugendlichen und Pädagog/inn/en besonders viel Spaß gemacht? Was fanden sie besonders motivierend?

Jugendliche im Strafvollzug sind für fast jede Abwechslung dankbar, deshalb sind auch Beschäftigungen willkommen (so sie angeboten werden), die außerhalb der Mauern mitunter nie in Frage kämen, wie zum Beispiel Theater spielen oder Bilder malen.
Als Motiv für die Teilnahme am Filmprojekt nannten die sechs Jugendlichen an erster Stelle den Wunsch nach Ablenkung, nach Unterbrechung des eintönig erlebten Haftalltags, den Umgang mit Leuten von „draußen“. Die Zusammenarbeit mit den beiden Studenten, deren Alter, Interessen und Ansichten den Teilnehmern eine gewisse Identifikationsbasis boten, trug diesem Bedürfnis zweifelsohne Rechnung.
Die Produktion eines eigenen Films erschien natürlich interessant, jedoch auch illusorisch. Erst wenn Kameras, Mikrofone und Stativ zum Einsatz kommen, vor allem wenn Anleiter glaubhaft vermitteln, den inhaltlichen Vorstellungen der Gruppe Gestalt verleihen zu wollen und nicht eigenen Anschauungen und Themen, entwickelt sich eine enorme Dynamik.
Der eigentliche Dreh, das Agieren vor und hinter der Kamera, aber auch die Sich-tung des Materials werden in der Regel als besonders spannend empfunden, das Cutten dagegen weniger. Die Präsentation des Videos im großen Rahmen, die positiven Rückmeldungen der Zuschauer, vor allem das Faktum, primär als Filmemacher und nicht als Gefangener Rede und Antwort zu stehen, gelten als die Erfolgserlebnisse schlechthin.

Nachhaltigkeit und Wirkung des Projektes

Welche Bereiche des Projekts haben bei der Zielgruppe nachhaltig gewirkt?

Den Angaben der Jugendlichen zufolge: die Zusammenarbeit im Team, der kooperative Produktionsprozess, die Anerkennung der eigenen Leistung durch das Publikum und die Zusammenkunft mit ihren Familien in einem würdigen Rahmen.

Welche Veränderungen haben sich durch die Medienprojekte in der Zielgruppe, in Ihrer Einrichtung oder den beteiligten Einrichtungen, im Stadtteil etc. ergeben?

Dank der kontinuierlichen Arbeit am gemeinsamen Produkt konnten sich – so die Teilnehmer – Freundschaften entwickeln bzw. verfestigt werden. Als bereichernd empfanden sie die Möglichkeit, ihren Angehörigen Einblicke in die gegenwärtige Lebenssituation zu gewähren, dadurch bestehende Sorgen tendenziell zu entkräften und Anliegen und Gedanken zu artikulieren, die bei Besuchen gewöhnlich kaum Erwähnung finden.
Durch das Feedback der Zuschauer, die Teilnahme an Festivals und die erfahrene Aufmerksamkeit fühlten sich die Jugendlichen trotz ihres delinquenten Backgrounds ernst genommen und motiviert, was natürlich immer positiv zu werten ist.
Vollzugsbeamte und Anstaltsleitung zeigten sich beeindruckt vom Endergebnis, von der Motivation und Einsatzbereitschaft der Jugendlichen. Als relevant für die eigene Arbeit bewerteten sie die gewonnenen Einsichten in die individuellen Haftverarbeitungsstrategien der Gefangenen.
Sie verwiesen außerdem auf die Ausbaufähigkeit solcher Projekte für den Bereich der Angehörigenarbeit sowie ihre Bedeutung für die Öffentlichkeitsarbeit der Anstalt (was die Themenwahl natürlich nachhaltig beeinflussen kann).
Weiteren Projekten standen die Beamten prinzipiell aufgeschlossen gegenüber, da angesichts der begrenzten finanziellen und personellen Ausstattung ein enormer Bedarf an externen (kostenlosen) Beschäftigungsangeboten besteht.Dennoch stellen gerade längerfristig angelegte Projekte eine immense Zusatzbelastung dar. Festgelegte Abläufe müssen umorganisiert, Projektleiter abgeholt, durchgeschlossen1 und abgesichert werden.
Wenn künftige Vorhaben so konzipiert sind, dass sie sich möglichst reibungslos in den Anstaltsalltag einfügen lassen, ist Medienarbeit eine durchaus attraktive und realisierbare Methode, die Unterstützung erfährt.

Läuft das Projekt noch oder gibt es Anschlussprojekte?

Das Projekt ist beendet. So sich Möglichkeiten bieten, ähnliche Vorhaben zu realisieren, werden diese auf jeden Fall aufgegriffen.

Themen

Welche Themen (Inhalte) waren im Projekt für Ihre Zielgruppe besonders spannend?

  • wirklichkeitsnahe, möglichst undramatische Darstellung des Haftalltags
  • Arbeits-, Bildungs-, Freizeitmöglichkeiten
  • Drogenabhängige im Jugendstrafvollzug
  • Besuchsrahmen, Bedeutung externer Unterstützung
  • Zukunftssaussichten Vernachlässigte Themen (aus Zeitgründen bzw. bewusst ausgelassen):
  • detaillierter Tagesablauf
  • Kostenumfang, medizinische Versorgung
  • Würdeverlust angesichts nicht nachvollziehbarer Sanktionen, empfundener Willkür, Abhängigkeiten
  • Erpressung/Unterdrückung vermeintlich schwächerer Gefangener

Welche Themen sind generell im Rahmen der Medienarbeit für Ihre Zielgruppe interessant?

(Jugend-)Haftanstalten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Größe, Konzeption, Gefangenenpopulation, Unterbringungsmöglichkeiten etc. bisweilen stark voneinander, insofern differiert auch die Relevanz einzelner Themen.
Defizite in der Suchtberatung, Erpressungsversuche, Gewaltausübung und belastete Beamten-Gefangenen-Beziehungen sind keine neuen Phänomene im Strafvollzug, lassen sich aber nicht immer uneingeschränkt aufgreifen.
Sollen sie dennoch zur Sprache gebracht und veröffentlicht werden, schafft manchmal ein Interview mit Anstaltsmitarbeitern Abhilfe, um Hintergründe und Dimensionen der jeweiligen Problematik von verschiedenen Seiten zu beleuchten.
Andere Projekte bedienen sich fiktiver Muster und lassen die Teilnehmer in geschützten Rollen „ihre“ Geschichte erzählen, so dass sich verschiedene Möglichkeiten ergeben, die dargestellten Szenen zu dechiffrieren.
Die Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten unmittelbar nach der Haftentlassung ist wiederum ein Sachverhalt, der selten aufgegriffen wird, aber maßgeblich darüber entscheidet, ob Jugendliche in der Gesellschaft Fuß fassen oder bald wieder „sitzen“.

Trends und Interessen der Zielgruppe

Welche neuen Medientrends, medialen Interessen oder Aspekte der Medienkultur sind in ihrer Zielgruppe in jüngster Zeit besonders aktuell?

Die Inhaftierten verfügen über keinen Internetzugang, haben in ihrer Freizeit auch nicht die Möglichkeit, (neue) Medien aktiv zu nutzen. Wer sich angesichts des begrenzten Einkommens und der anfallenden Kosten (Stromversorgung, Friseur, Wäschewaschen etc.) einen Fernseher leisten kann, nutzt diesen in der Regel in den Abendstunden nach Zelleneinschluss.
Fernsehen ist für die Jugendlichen, bis auf eine Stunde Besuchszeit im Monat, Briefe und gelegentliche Telefonate, der einzige Kontakt zur Außenwelt.

Wie geht man in Ihrer Einrichtung/wie gehen Sie eventuell darauf ein?

Video/Film bietet wie kein anderes Medium die Möglichkeit, eigene Anliegen zu kommunizieren und damit möglichst viele Menschen zu erreichen. Da vor allem die Partizipation einzelner Gruppen an gesellschaftlichen Entwicklungen bzw. Medienprozessen angestrebt wurde, lag die Entscheidung für dieses Medium nahe.

Perspektiven

Welche Chancen sehen Sie vor dem hintergrundgr Ihres Erfolgs
a) für die medienpädagogische Projektarbeit an Ihrer Einrichtung?

Wünschenswert wäre eine stärkere Einbindung längerfristiger filmischer Projekte in den Lehrbetrieb. Wenn Studenten sämtliche Projektphasen von der Idee bis zur Präsentation in der Praxis erproben, gestaltet sich der jeweilige Lernprozess zweifelsohne effektiver und dynamischer. Es bietet sich an, die Begeis- terungsfähigkeit junger Menschen, ihre Zugangsmöglichkeiten zu Personengruppen – die vielleicht ebenfalls durchs medienpädagogische Raster fallen – aber auch die bestehenden Kontakte im Fachbereich zu verschiedenen Institutionen zu nutzen. Wichtig dabei ist nur, dass Studenten zuvor mit der Materie vertraut gemacht werden, mit der gesellschaftlichen Dimension des Phänomens, mit neuen, unbekannten und kritischen Ansätzen, um nicht zum x-ten Mal Themen filmisch umzusetzen, die längst überholt oder auch (massen-) medial beständig eindimensional reflektiert werden.
Darüber hinaus ist eine verstärkte Hinwendung zu produktorientierten, künstlerischen Ansätzen unausweichlich, um den teilnehmenden Gruppen eine wirklich effiziente Plattform bieten zu können. Erst wenn präsentierfähige Ergebnisse vorliegen, die ein breites Publikum erreichen und auch Skeptiker überzeugen, sind solche Vorhaben auch für die Teilnehmer wirklich pädagogisch wertvoll.

b) für medienpädagogische Projektarbeit generell?

Medienprojekte mit vermeintlich schwer erreichbaren Gruppen können und müssen funktionieren. Manche Vorhaben scheitern weniger an den bestehenden Strukturen als am defizitären Blick der Initiatoren. Reduziert man potentielle Teilnehmer und ihr Themenspektrum nicht nur auf den jeweiligen Minderheitenstatus und steht am Ende des Projektes definitiv ein Film, mit dem sich die Protagonisten identifizieren, können weitaus mehr Personen gewonnen werden.
Das eröffnet spannende, neue, vielleicht auch unbequeme Einsichten in fremde Lebenswelten und animiert Teilnehmer und Projektleiter gleichermaßen, den Finger auf die Wunde zu legen.

Struktur und Rahmen

Welche Rahmenbedingungen für Projektarbeit sind wünschenswert? Wie kann man diese schaffen?

Medienpädagogische Projekte im Jugendstrafvollzug bedürfen in erster Linie der Unterstützung durch alle übergeordneten Gremien. Bereits (erfolgreich) abgeschlossene Vorhaben können schon mal ein Schlüssel sein für die Umsetzung neuer Ideen. Von Vorteil sind darüber hinaus gute Kontakte, z.B. zu Sozialarbeitern in den Anstalten, die dieser Form der Projektarbeit aufgeschlossen gegenüber stehen, sowie die Einbindung von Personen, in unserem Falle Studenten, die aufgrund vorheriger Projekte im Strafvollzug mit sämtlichen anstaltsinternen Richtlinien und Abläufen vertraut sind.
Um möglichst authentische Videos zu erhalten ist es günstig, den Drehbeginn etwas zu verzögern. Eine gewisse Vertrauensbasis ist einfach unabdingbar, um sich vor anderen oder gar öffentlich zu artikulieren. Die gemeinsame Sichtung (couragierter) Eigenproduktionen im Vorfeld des Drehs erweist sich in diesem Zusammenhang manchmal als richtungsweisend sowohl für das eigene Konzept als auch für das Verhältnis zwischen Teilnehmern und Projektleitern.
Bei zeitlich sehr begrenzten Vorhaben empfiehlt es sich, die Jugendlichen hauptsächlich in Planung und Dreh zu involvieren. Langwierige, zeitintensive Schneidearbeitern lassen sich in Vollzugsanstalten kaum komplett realisieren, insofern ist es besser, wichtige Details und Schwerpunkte mit den Teilnehmern festzulegen und diese „draußen“ umzusetzen. Um nicht Gefahr zu laufen, ihre Message dabei zu vernachlässigen, sollten sie das Material kontinuierlich sichten und gegebenenfalls ändern können.
Interviews mit den Jugendlichen, ihren Angehörigen und verantwortlichen Vollzugsbeamten nach Beendigung des Projektes liefern wichtige Erkenntnisse, welche Bedeutung dem Vorhaben im einzelnen tatsächlich beigemessen werden kann, aber auch relevante Einsichten im Hinblick auf die Planung künftiger Vorhaben mit Personen, die sich auf Grund ihres Alters, ihrer Zugehörigkeit zum jeweiligen Milieu etc. nicht immer uneingeschränkt äußern können.

Interviewpartnerin

Franziska Schramm, geb.1974, Medienpädagogin; von 2004 bis 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur der HS Merseburg (FH); seit 2008 tätig als Bildungsreferentin der Bildungsnetzwerk Magdeburg gGmbH.

Anmerkungen
1 durchschließen = Justizbeamte schließen alle zu durchquerenden Türen auf und zu

Projektbeschreibung

„(Selbst-)Darstellung sozial benachteiligter Gruppen in den Medien“ – Videoprojekt mit Insassen der Jugendanstalt Raßnitz
>> zur Projektbeschreibung

Projektvideo

„(Selbst-)Darstellung sozial benachteiligter Gruppen in den Medien“ – Videoprojekt mit Insassen der Jugendanstalt Raßnitz
>> zum Video